Es wird gezeigt, wie man selber Tonerde in der Landschaft findet, sie formt und im offenen Feuer zum Glühen bringt. Als Werkzeug wird nur ein Stein oder ein Stück Holz verwendet.
ERDE UND FEUER
Urzeitliches Töpfern beginnt damit, einem Bachlauf zu folgen, um etwas zu finden, was feiner ist als Geröll und Sand, anders als Schlamm und Erde, sich weich und formbar anfühlt und im Feuer zu einer wasserfesten Masse wird: Tonerde.
Und da jede Landschaft ihre eigene Tonerde hat, jedes Feuer seine eigene Qualität, dazu die persönliche Handschrift des Töpfers, gleicht keines der vorgeschichtlichen Tongefäße dem anderen. Jedes ist die Summe menschlicher Erfahrung aus einem direkten, sinnlichen Lernen von Natur, Landschaft, Tonerde und Feuer.
Bei unseren ausgedehnten Wanderungen erkunden wir besondere Plätze einer Landschaft, suchen nach Tonerden und Erdfarben und bringen unsere Gefässe im offenen Feuer zum Glühen.
Auch für Kinder ab 9 Jahre.
Kursleiter: Heinz Lackinger Lebt und arbeitet in Donnerskirchen. Zusammenarbeit mit Archäologen. Offizielle Anerkennung als Künstler durch das Ministerium. Zahlreiche Ausstellungen, u.a. im Dokumentationszentrum für moderne Kunst, "Hallstatts verlorene Töpfe" im Naturhistorischen Museum Wien, Palais Palffy, Wien, St. Pölten, Italien, Belgien. Kurse für Studenten d. Instituts für Ur- und Frühgeschichte der Universität Wien und Workshops für Schüler der Kermikfachschule Landshut.
Die Grundlage und Inspiration seiner Arbeit ist die 7.000 Jahre prähistorische Töpfertechnik in Europa. Es begann mit selbstgefundenen Tonscherben aus der Hallstattzeit (ca. 700 v. Chr.) unweit seines Hauses in Donnerskirchen, Burgenland, die sein Interesse an der Evolution und Ästhetik erster Gefäßformen weckte. Nach jahrelangem Experimentieren und "Lernen aus erster Hand" rekonstruiert er exakte Kopien keltischer und neolitischer Keramik und zeigt sie in Museen und Galerien im In- und Ausland. Seine mit der Hand aufgebauten Gefäße, für die er die Tonerde selbst sucht, werden mit Steinen geglättet und poliert und im Holzfeuer bei einer Temperatur von 700° gebrannt.
"TÖPFERN IM GARTEN" Kochen am Feuer,
schlafen im Heu...